Wie wir als Gründungsteam zusammen fanden

„Keine Zeit, kein Interesse für Neues und schon gar keine Lust auf ein digitales Kennenlernen.“ Das hätten die meisten vor dem ersten Lock-Down gesagt, wenn man sie gefragt hätte, ob sie einsteigen. Aber als alle im Winter 2020/21 erneut zuhause bleiben mussten, haben wir uns gefunden.

Förmlich zu sehen: Der 2. Lock-down war anstrengend.


Wahrscheinlich hat die Vollbremsung im Alltag gedanklich Raum für Neues geschaffen. Und dafür, Dinge zu überdenken – auch das eigene Tun. Demnach war es eine Mischung aus Freiraum und Bewusstsein, die dazu bewogen hat, mitzumachen. Auch wenn die Mehrzahl gar nicht wusste, was er oder sie in dem Projekt tun wollten. Alleine eine Perspektive reichte, um sich einzulassen.

Ausgangspunkt waren allerdings persönliche, nicht digitale Gespräche. Im Eins-zu-eins, mit den Menschen, die im Lock-down wichtig waren – den engsten Freund:innen. Die Konstellation ergab sich also aus einer locker gestreuten Idee, die bei Einzelnen verfing. So entstand eine Gruppe von Leuten, die sich großteils noch nie gesehen hatten.

Erstes Kennenlernen beim Wandern in der Umgebung.

Im Mai gab es dann das lang ersehnte erste Treffen live. Vom Bahnhof Handeloh ging es durch die Heide zur Herberge. Es war beeindruckend, wie gewachsen sich das Miteinander bereits anfühlte. Scheinbar waren durch die Treffen am Bildschirm auch emotionale Bindungen entstanden.

Nicht ganz überraschend. Waren die wöchentlichen Online-Meetings doch von Anfang an zielorientiert und zugewandt. Mit einer hohen Bereitschaft für Vertrauen und Vertrautheit.

Offizielle Gründung der Genossenschaft am 07.06. um 18:07 Uhr.

Auf dem Gelände des Abenteuerspielplatz Hamburg-Harburg e.V., auf halben Wege für alle aus den innerstädtischen Gebieten und denen vom Land, hat sich die Wander- und Begegnungsherberge Inzmühlen e.G. an einem Montag im Juni 2021 gegründet.